Wenn Seelenhunde gehen…
- Carol Sarbach
- 2. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Es gibt Hunde, die begleiten uns und es gibt jene, die tiefer gehen. Sie sind einfach da –still, selbstverständlich, verbunden. Und genau deshalb hinterlassen sie Spuren, die bleiben. Sämi war so ein Hund. Ein Seelenhund. Teil unserer Familie und Teil vom Haus Herbschtzytlos.
Er war für uns und für die Menschen mit Demenz da. Ruhig, verbindend und ohne Worte. Als er ging, wurde es still. Nicht nur im Alltag, auch in uns.

Ein Abschied, der weh tut
Gerade ältere Hunde begleiten uns lange und man weiss, dass der Abschied irgendwann kommt und doch, wenn er da ist tut er weh.
Wir haben uns entschieden, Sämi kremieren zu lassen. Für uns war das neu und gleichzeitig ein sehr wertvoller Schritt. Es hat uns Zeit geschenkt. Zeit für den Abschied. Zeit für Trauer. Zeit für Würde. Seine Asche an einen Ort zurückzubringen, an dem er sich wohlgefühlt hat, war ein tröstender Gedanke. Kein endgültiges Loslassen, sondern ein stilles Weiterverbinden.

Trauer darf ihren eigenen Ausdruck finden
Was uns berührt hat war wie sich der Umgang mit Trauer verändert hat. Es war individueller und persönlicher. Ob ein Ort in der Natur, oder etwas, das bleibt, wie ein handgefertigtes Erinnerungsstück. Trauer darf heute anders Ausdruck finden als früher und vielleicht ist genau das wichtig.
Lieber Sämi
Danke für dein Dasein, für deine Ruhe und für all die stillen Momente. Du bleibst immer in unserem Herzen. Wir wünschen dir eine gute Reise.




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